Rezension zu " Als das Leben überraschend zu Besuch kam "

Über Blogg dein Buch habe ich vom Lübbe Verlag das bezaubernde Buch „ Als das Leben überraschend zu Besuch kam „, geschrieben von der Autorin Caroline Vermalle.

rezension

gebundene Ausgabe
287 Seiten
ISBN 978-3-431-03682-4
Preis: 10,- €
http://www.luebbe.de

Zum Buch:
Von heute auf morgen hat Jacqueline ihrem bisherigen Leben nebst Ehemann Lebwohl gesagt. Nun steht sie vor der Tür ihrer Kusine Nane, die in einem Häuschen mit blauen Fensterläden auf der kleinen bretonischen Insel Yeu wohnt.
Die beiden Frauen – die eine 73, die andere 80 – haben sich seit einem halben Jahrhundert nicht gesehen und Welten liegen zwischen ihnen. Zudem bringt die temperamentvolle Nane mit ihrem losen Mundwerk die schüchterne Jacqueline ein ums andere Mal gehörig aus der Fassung. Doch es dauert nicht lange, bis die beiden alten Damen gemeinsam in der Vergangenheit schwelgen: Bei köstlichen Mahlzeiten und ausgedehnten Spaziergängen über die malerische Insel werden Familiengeheimnisse und leuchtende Träume von einst enthüllt – und Jacqueline findet den Mut, ihrer Kusine anzuvertrauen, was ihr im Leben wirklich fehlt. Nun gilt es nur noch, das Glück beim Schopf zu packen…….

 

Die Geschichte wird von einem Maniola jurtina, einem Schmetterling, erzählt. Was außerhalb der Insel Yeu geschieht, oder wo der Schmetterling sich gerade nicht aufhält, tragen ihm andere Schmetterlinge, Libellen und weitere Insekten, Informationen zu. Auch Winde, wie der Skiron, Zephyr und Apeliotes von denen sich der Schmetterling treiben läßt, um nichts zu verpassen, erzählen ihm wichtige Dinge.
Das war für mich zuerst etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich habe mich sehr schnell eingelesen.
Es spielt sich in Frankreich und auf der kleinen bretonischen Insel Yeu ab. Mit der Beschreibung der Insel hatte ich klare Vorstellungen. Die anderen Orte, Gebiete und Landschaften in Frankreich machten mir schon eher Schwierigkeiten. Als dann noch „Benin“ auftauchte, war ich etwas verwirrt. Aber es hat sich schnell gegeben, da über Benin noch viel erzählt wurde und alles fügte sich gut zusammen.
Die Kapitel sind sehr kurz gehalten. Da kann man mal das Buch zur Seite legen und hat später beim weiterlesen keine Probleme. Mal wird von Jacqueline erzählt, mal von ihrem Mann Marcel.
Jacqueline träumt und schwelgt eher in der Vergangenheit, während Marcel sich auf den Weg zu ihr macht. Aber nicht per Auto, Bahn oder sonstigem Fortbewegungsmittel – sondern er hat es sich in den Kopf gesetzt, schwimmend zu seiner Frau zu gelangen.
Nur ohne Hilfsmittel wird es ihm kaum gelingen, denn er muß rund 1000km zurücklegen.
Er tüffelt mit seinem Freund Paul an Schwimmkörpern und anderen Vorbereitungen für die lange Reise. Alles wird genaustens geplant.
Als Jacqueline ihrer Kusine Nane ihr langgehütetes Geheimnis anvertraut, mußte ich schon sehr schlucken. Das ging mir schon Nahe.
Die Geschichte um Benim wird ebenfalls gelüftet.
Auch bei Marcel klappt nicht alles so, wie er es geplant hat, und so manches Mal dachte ich schon, daß es das war. Aber er hat sich immer wieder aufgerappelt und es ging weiter mit seiner langen und beschwerlichen Reise.

Aber das Ende des Buches hat mich wahrlich verblüfft……

Der Schreibstil von Caroline Vermalle ist ruhig und angenehm, mit einem Touch Poesie. Aber das Buch lädt auch zum Nachdenken ein. Auch, das es auch im hohen Alter für einen Neuanfang nicht zu spät ist.
Schön, traurig, voller Hoffnung und Zuversicht.

4 Sterne

chrissi

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