Rezension zu "Nordhörn"

Nordhörn, ein Nordsee-Krimi von Jürgen Rath


http://www.sutton-belletristik.de
ISBN 978-3-86680-964-2
Taschenbuch, 263 Seiten
Originalausgabe 12,-€

Neugierige Festländer leben gefährlich

Nicht gerade eine Traumaufgabe für Aushilfsarchivar Steffen Stephan: das verlotterte Archiv der Inselgemeinde Nordhörn auf Vordermann bringen. Im Winter. Auf einer sturmumtosten Nordseeinsel, auf der das Wirtschaftswunder auch 1959 immer noch nicht angekommen ist. Wenn wenigstens die Einheimischen etwas zugänglicher wären. Aber nein, irgendwie scheint sich hier jeder davor zu fürchten, dass Steffen im Archiv etwas Belastendes entdeckt.
Als er erfährt, dass sein Vorgänger unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen ist, wird ihm langsam mulmig. Doch als pflichtbewusster Beamter macht Steffen unbeirrt weiter. Bis die Verbindung zum Festland vom Eisgang unterbrochen wird und die Feindseligkeit in offene Gewalt umschlägt.

Über den Autor
Jürgen Rath, gelernter Seemann mit Kapitänspatent, promovierter Historiker und Personalmanager, hat sich im vergangenen Jahrzehnt einen Namen als Schifffahrthistoriker und Sachbuchautor gemacht. In seinem ersten Kriminalroman beweist der Hamburger neben profunder Sachkenntnis sein großes erzählerisches Talent.

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Bei vielen Sutton Krimis sind Landkarten im Buch. Das finde ich persönlich immer gut. So kann man sich das Gebiet, die Umgebung sehr viel besser vorstellen.
Das der Autor Jürgen Rath von Beruf Seemann ist, macht sich im Buch stark bemerkbar. Er  weiß nicht nur, wie es an der Nordseeküste aussieht, sondern kennt sich mit Schiffen bestens aus.
Die Geschichte spielt sich im Jahre 1959 ab, im Wechsel mit dem Jahr 1938.
Zuerst etwas verwirrend, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran und später klärt sich auf, warum.
Das Buch selber läßt sich gut und flüssig lesen. Die Personen kann man sich gut vorstellen, ebenso, Dank der Landkarte, auch die kleine Insel.

Als Steffen Stephan auf die Insel Nordhörn kommt, merkt er sehr schnell, das er nicht willkommen ist. Einzig die Sekretärin des Amtvorstehers nimmt sich seiner an. 
Ansonsten wartet viel Arbeit auf Steffen. Das gesamte Archiv muß geordnet werden, was gar nicht so einfach ist. Im Amt herrscht ein heilloses Durcheinander, denn es hat dort gebrannt und Akten sind zum Teil vernichtet worden oder in einem anderen Raum untergebracht worden. Natürlich nich sortiert. Nur langsam kommt Steffen voran. Er muß mühsam zuerst alles von Staub und Russ befreien, bevor er die Akten archivieren kann.
Je weiter er kommt, umso merkwürdiger verhalten sich die Inselbewohner. Viele Rätsel, viele Geheimnisse. Freund ist nicht immer Freund.
Warum ist sein Vorgänger auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen? 
Steffen möchte dem auf die Spur kommen und merkt, das er in Gefahr ist.
Zuerst scheint es so, das die Menschen auf der Insel Nordhörn fest zueinander halten. Aber das Gefühl ändert sich bald.
Es spitzt sich alles zu, als es keine Verbindung mehr zum Festland gibt. Es gibt kein Entrinnen, kein Versteck auf der kleinen Insel.

Ein spannendes Buch, welches ich sehr gerne, genau wie mein Mann, gelesen habe.

Vielen Dank an Frau Schrumpf für das gute Buch „Nordhörn“.

chrissi

 

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